Kleine Spende


Für die Opfer der Hochwasserkatastrophe

Im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe in Deutschland gibt es unzählige Schicksale und Geschichten.

Viele Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz, manchen haben ihre Liebsten verloren.

Unser Dienst wollte gerne einen kleinen Beitrag zur Hilfe leisten.

Wir haben nachgefragt was dringend benötigt wird und wurden gebeten Waschmittel zu kaufen, die am Samstag auch direkt vor Ort gebracht werden.

Vielen Dank an die Fahrer, die alles ehrenamtlich übernommen haben.

 


was seht ihr, Schwestern?

Zeilen einer Seniorin aus einem Pflegeheim

"Was seht ihr Schwestern, was seht Ihr?

Was denkt ihr, wenn ihr mich anschaut: Eine mürrische alte Frau, die nicht besonders schnell , verunsichert in ihren Gewohnheiten, mit abwesendem Blick, die ständig beim essen kleckert, die nicht antwortet wenn ihr mit ihr meckert weil sie wieder nicht pünktlich fertig wird.

Die nicht so aussieht als würde sie merken, was ihr mit ihr macht und ständig den Stock fallen lässt und nicht sieht, wohin sie geht, die willenlos alles mit sich machen lässt: füttern, waschen und alles was dazugehört.

Denkt ihr denn so von mir, Schwestern, wenn ihr mich seht, sagt?  Öffnet die Augen, Schwestern!

Schaut mich genauer an! Ich will euch erzählen, wer ich bin, die hier so still sitzt, die macht was ihr möchtet und isst und trinkt wann es euch passt!

Ich bin ein zehnjähriges Mädchen mit einem Vater und einer Mutter die mich lieben und meiner Schwester und meinem Bruder.

Ein sechzehnjähriges Mädchen, schlank und hübsch, die davon träumt, bald einem Mann zu begegnen.

Eine Braut, fast zwanzig, mein Herz schlägt heftig bei dem Gedanken an die Versprechungen, die ich gegeben und gehalten habe.

Mit fünfundzwanzig habe ich eigene Kleine, die mich zu Hause brauchen.

Eine Frau mit dreißig, meine Kinder wachsen schnell und helfen einander.

Mit vierzig, sie sind alle erwachsen und ziehen aus. Mein Mann ist noch da und die Freude noch nicht zu Ende.

Mit fünfzig kommen die Enkel und sie erfüllen unsere Tage, wieder haben wir Kinder - mein Mann und ich.

Dunkle Tage kommen über ich, mein Mann ist tot.

Ich gehe in eine Zukunft voller Einsamkeit und Not. Die Meinen haben mit sich selbst genug zu tun,aber die Erinnerungen von Jahren und die Liebe bleiben mein.

Die Natur ist grausam wenn man alt und krumm ist. Und man wirkt etwas verrückt.

Nun bin ich eine alte Frau, die ihre Kräfte dahinsiechen sieht.

Und der Charme verschwindet.

Aber in diesem Körper wohnt noch immer ein junges Mädchen. Ab und zu wird mein mitgenommenes Herz erfüllt.

Ich erinnere mich an meine Freuden - ich erinnere mich an meine Schmerzen.

Und ich liebe und lebe mein Leben noch einmal das allzu schnell an mir vorrüber geflogen ist.

Und akzeptiere kühle Fakten, dass nichs bestehen kann.

Wenn ihre eure Augen aufmacht, Schwestern, seht ihr nicht nur eine mürrische alte Frau.

Kommt näher!

Seht MICH!"

( Man war der Meinung, sie sei desorientiert. Nach ihrem Tod wurden ihre Gedanken gefunden.)

 


erster Gruppenabend in Präsenz

....nach soooo langer Zeit endlich wieder das erste Treffen

Zusammen mit einigen Ehrenamtlichen sind wir um den Stadtsee "geschlendert". Wir hatten für diesen kleinen Spaziergang kurze  Impulse an verschiedenen Stationen gesetzt.

Nach ca. 2 Stunden und regem Austauch haben wir uns mit einem Getränk und einem" Kraftriegel" für den Heimweg  gestärkt.

Wir hoffen nun, dass der nächste Ehrenamtsabend ebenfalls "live" stattfinden kann.

 

 

 

 


Neuer Vorereitungskurs

Mit Sterben und Tod leben lernen   -   Neuer Vorbereitungskurs für Ehrenamtliche

Ab September diesen Jahres bietet der Ambulante Hospizdienst Sulingen und UMZU in Zusammenarbeit mit dem Ambulanten Hospizdienst Syke einen neuen Vorbereitungskurs für ehrenamtliche Sterbebegleitung an.

Der Kurs bietet die Möglichkeit, sich mit Fragen um das Thema Sterben und Tod auseinanderzusetzen. Welche Vorstellungen haben andere Menschen, insbesondere meine Familie und Freunde, wenn es ums Sterben geht? Wie lässt sich diese Phase gut gestalten und begleiten?

Begleitung, Beratung und Unterstützung von Menschen in der letzten Phase ihres Lebens ist zu einem wichtigen, gesellschaftlichen Anliegen geworden.

Seit mehr als 30 Jahren nimmt sich die Hospizbewegung der Sorgen und Ängste rund um das Sterben an und bietet Hilfestellung , um möglichst viel Lebensqualität bis zum Tod zu ermöglichen.

In ehrenamtlichen Sterbebegleiter/*findet man einen Ansprechpartner mit einem offenen Ohr für Fragen und Ängste, die in dieser Situation bedrückend werden können und die oft im eigenen Umfeld nicht angesprochen werden..

Wir möchten allen Interessierten Mut machen, sich dem Thema zu öffnen.

Der Kurs richtet sich an Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen und die über dieses Thema nachdenken, die Fragen stellen, die Rat und Informationen suchen sowie sich die Begleitung Sterbender vorstellen können. Fast jeder hat schon einmal mit schweren Erkrankungen, Sterben, Tod und Trauer Erfahrungen machen müssen. Für den einen oder anderen sind sicher auch noch einige Fragen offengeblieben, sie haben sich hilflos und unsicher gefühlt.

Der Kurs ist folgendermaßen aufgebaut:

 Im Grundkurs steht das Kennenlernen des hospizlichen Denkens und Handelns im Mittelpunkt. Weitere Schwerpunkte sind die Auseinandersetzung mit persönlichen Erfahrungen in Bezug auf Abschied, Trennung, Sterben und Tod und die Kommunikation mit Schwerkranken, Sterbenden und Zugehörigen.

Es folgt ein praktischer Einsatz  ,in dem die Teilnehmer einen Schwerstkranken begleiten, unterstützt von den Multiplikatoren und den Koordinatorinnen.

Im Vertiefungskurs gibt es einen intensiven Austausch über die Erfahrungen des Praxiseinsatzes, die professionell aufgearbeitet werden. Darüber hinaus werden Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Sterbe- und Trauerkultur bearbeitet.

 

Der Qualifizierungskurs wird geleitet von Mitgliedern der Hospizdienste Sulingen und Syke, die langjährige Erfahrungen in der Hospiz- und Ausbildungstätigkeit haben.

Die Teilnahme ist unter der Voraussetzung der Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit in einem Hospizdienst kostenfrei.

Die Maßnahme ist jedoch auch offen für Menschen, die sich  anderweitig aktiv in der Hospizarbeit engagieren oder aus Eigeninteresse mit der Thematik auseinandersetzen möchten, dann beträgt die Kursgebühr einmalig 300 Euro.

Vor Kursbeginn werden alle Teilnehmer zu einem persönlichen Gespräch geladen.

Während der gesamten Kursdauer ist eine kontinuierliche Teilnahme und Mitarbeit verpflichtend.

Mit Erhalt des Zertifikats am Ende der Qualifizierung werden sie befähigt, als ehrenamtliche/r Hospizbegleiter/in bei einem ambulanten Hospizdienst tätig zu werden.

 

So unterschiedlich Menschen sind, ihre Lebensweise,

ihre Wünsche und Hoffnungen,

ihr Charakter - eine Gemeinsamkeit teilen wir alle:

Wir werden sterben.

 

Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf wenn Sie mehr Informationen benötigen.

Patricia von Bodecker:        04273/8214

Dieter Stamme :                     04271/5939

Ulla Klare-Gockeln:              04272/94061

Büro:                                      04271/9554500

 

 

 


Themenjahr: "Was ist gutes Sterben"?

 Am 24. März haben der Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen (LSHPN), der Hospiz- und Pallilativverband Niedersachsen (HPVN) sowie die Hospizstiftung (HSN) das Themenjahr " Was ist gutes Sterben"? eröffnet.

Gutes Sterben ist ein individuelles und politisches Thema," es betrifft jeden von uns"- früher oder später. Darum möchten die Initiatoren einen Gesprächsraum schaffen, um dieses Thema persönlich und öffentlich zu diskutieren. Auf die Frage gibt es wahrscheinlich so viele Antworten wie es Menschen gibt.

Im Rahmen des Themenjahres führte der Landesstützpunkt im März ein Vernetzungstreffen durch. Gemeinsam wurde darüber diskutiert, was " gutes Sterben" für jeden persönlich heißt.

Am häufigsten wurden dabei folgende Schlagworte genannt:

 

- innerer Frieden

- Zuwendung

- füreinander da sein

- Sterben als selbsbestimmter Prozess

- Schmerz- und Symtomfreiheit

- Loslassen können

- nicht alleine gelassen werden

- Ruhe finden

- den Tod annehmen

- Würde und Selbstbestimmung

 

Inwieweit beschäftigen sich die Hospizdienste mit  dieser Frage ganz offensiv und wie sehen sie sich mit ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit zu diesem Thema vertreten?

Sind Sie aktuelle Botschafter für diese Themen?

Derzeit kämpfen viele Hospizdienste darum, den "eigenen Laden" am Laufen zu halten, die aufgrund der Pandemie wenigen Begleitungen sicherzustellen und den Kontakt zum Ehrenamt nicht abreißen zu lassen. Da liegt die Vermutung nahe, das für die Beantwortung der Frage nach dem" guten Sterben "aktuell nur wenig Zeit bleibt und die mediale Berichterstattung mit den Corona- Themen nur wenig Spielraum lässt, die eigenen hospizlichen Themen in der Öffentlichkeit zu plazieren.

Andererseits scheint das Interesse der Gesellschaft an den Themen Sterben, Tod und Trauer gerade in den Zeiten der Pandemie gestiegen zu sein.

Spüren Sie selbst einmal dieser Frage nach.

Es ist wichtig, Haltung zu dieser  Frage zu beziehen  und auch damit an die Öffentlichkeit zu gehen um mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen.